Rekorde und Emotionen bei 21. Leipziger Sprintpokal / Hans-Joachim-Minow-Gedächtnispokal bleibt in Leipzig

Finswimming Startseite

Es war ein in mehrfacher Hinsicht emotionaler Wettkampf für die Finswimmer des SC DHfK Leipzig: Beim 21. Leipziger Sprintpokal im Wassersportzentrum der Uni Leipzig knackten sie am Sonntag nicht nur mehrere deutsche Rekorde und Bestzeiten, sondern konnten zudem den Hans-Joachim-Minow-Gedächtnispokal zu Ehren ihres 2020 verstorbenen Abteilungsleiters in Leipzig behalten.

Leipzig. „Hannes hätte gewollt, dass dieser Wettkampf heute so stattfinden kann. Er hat sich immer mit viel Leidenschaft für den Nachwuchssport, den SC DHfK und ‚seine‘ Sportart Finswimming eingesetzt“, sagte Andrea Keil vor der Übergabe des Gedächtnispokals über ihren verstorbenen Mann. 25 Jahre lang hatte Hans-Joachim Minow mit großer Hingabe die Geschicke seiner Abteilung Finswimming im SC DHfK Leipzig gelenkt. Der 21. Leipziger Sprintpokal stand demzufolge unter einem besonderen Stern. Die gezeigten Leistungen der SC DHfK-Sportler/innen hätten Minow zweifelsohne stolz gemacht.  

Vier deutsche Rekorde für die Leipziger, dazu der Gewinn des Hans-Joachim-Minow-Gedächtnispokals für die schnellste 4x50-Meter-Mixed-Staffel waren neben vielen neuen persönlichen Bestzeiten die Höhepunkte des vierstündigen Wettkampfes am 1. Advent, zu dem sich unter strengen Hygieneauflagen 95 Nachwuchs- und Kaderathleten von 15 verschiedenen Vereinen im Wassersportzentrum der Uni Leipzig trafen. „Trotz der sehr aufwändigen Vorbereitung und weniger Teilnehmenden als sonst sind wir sehr froh, dass wir unseren Sprintpokal nach einjähriger Pause wieder ausrichten durften und den Athletinnen und Athleten Wettkampfpraxis ermöglichen konnten“, sagt Abteilungsleiter Max Lauschus. Die SC DHfK-Sportlerinnen und Sportler zahlten es mit vielen starken Leistungen zurück.

So erschwamm sich Jugend-WM-Teilnehmerin Nadja Barthel gleich zwei deutsche Jugendrekorde über 100m Finswimming (FS) (41,68 sek) und 50m FS (19,03 sek). Weltrekordhalter Max Poschart verbesserte seinen eigenen deutschen Rekord über die 50m Apnoe auf 14,29 Sekunden. Mit der 4x100m-Staffel gelang ihm zusammen mit Justus Mörstedt, Malte Striegler und Sidney Zeuner zudem ein neuer deutscher Vereinsrekord (02:22,14 min). Um zwei Sekunden pulverisierten die Leipziger die alte Rekordzeit des TC Nemo Plauen aus dem Jahr 2018. Mit dieser Zeit war das SC DHfK-Quartett 0,6 Sekunden schneller als die deutsche Vizeweltmeister-Staffel bei der diesjährigen WM. Ein besonders schöner Anblick bot sich zudem bei der Siegerehrung des Hans-Joachim-Minow-Gedächtnispokals: Drei SC DHfK-Staffeln zierten das Podium, den Sieg der 4x50m-Mixed-Staffel holte sich das Quartett um Max Poschart, Nadja Barthel, Justus Mörstedt und Aleyna Franke.