Starker WM-Auftritt: SC DHfK-Finswimmer holen 5 Medaillen in Tomsk

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Erfolgreiche Medaillenausbeute für Trainer Lutz Riemann (Mitte) und seine SC DHfK-Finswimmer Duncan Gaida, Justus Mörstedt, Max Poschart, Sidney Zeuner und Elena Poschart (v.l.) bei der WM in Tomsk. Foto: privat

Freuten sich über ihren Vize-WM-Titel: die 4x100m-Staffel mit Robert Golenia (TC Nemo Plauen), Justus Mörstedt, Max Poschart und Sidney Zeuner (v.l., alle SC DHfK). Foto: Valery Doronin

Feierte ein emotionales Comeback in ihrer Heimatstadt: SC DHfK-Finswimmerin Elena Poschart (r.) gewann Bronze über 1.500 Meter. Foto: Valery Doronin

Die Finswimmer des SC DHfK Leipzig haben einmal mehr gezeigt, dass sie zu den Besten der Welt gehören. Bei der Weltmeisterschaft im russischen Tomsk räumten die SC DHfK-AthletInnen fünf Medaillen ab. Während die Routiniers Max Poschart und Ehefrau Elena auf den Einzelstrecken Edelmetall sammelten, überzeugte u.a. auch die Männerstaffel mit zwei Medaillen. 

Tomsk. „Wir sind megahappy, wie die ganze WM abgelaufen ist.“ Finswimmer Max Poschart und seine vier TeamkollegInnen vom SC DHfK waren rundum glücklich nach ihrer Rückreise aus dem russischen Tomsk. Genügend Gründe dazu hatten sie allemal. Fünf Medaillen, darunter vier für Weltrekordhalter Poschart, sprachen eine deutliche und vor allem erfolgreiche Sprache, zumal einige davon noch einen besonderen emotionalen Wert hatten.

Der 26-jährige Max Poschart beispielsweise bestätigte nicht nur seine starke Form (u.a. 5x Gold beim Weltcup im März), sondern schwamm auch zum zweiten Mal vor seinen Schwiegereltern, die – im russischen Tomsk lebend – die Rennen live in der Schwimmhalle miterleben konnten. „Es war sehr schön für mich, vor Elenas Eltern und ihren Freunden zu schwimmen. Sie haben von der Tribüne mitgefiebert und sich extrem für uns gefreut“, sagte Max Poschart, für den am Ende 1x Gold (100m Finswimming (FS)), 2x Silber (50m FS; 4x100m-Staffel FS) und 1x Bronze standen (4x200m-Staffel FS). „Mit meinen Leistungen bin ich sehr zufrieden. Mit vier Medaillen habe ich meine im Vorfeld gesteckten Ziele erreicht und bin superhappy darüber.“

Glücklich war der frisch gebackene Weltmeister aber noch über drei weitere Punkte. Die Bronzemedaille über 1.500 Meter für seine Frau Elena Poschart zum Beispiel. Die gebürtige Russin mit deutscher Staatsbürgerschaft hatte im Februar 2020 ihre erfolgreiche Karriere eigentlich schon beendet. Für die WM in ihrer Heimatstadt Tomsk zog die 27-Jährige aber noch einmal die Monoflosse an. „Dass Elena bei ihrem Comeback vor heimischem Publikum eine Medaille gewonnen hat, hat mich echt wahnsinnig gefreut“, sagte Max Poschart stolz. Stolz war der 26-Jährige zudem über die Leistungen seiner jüngeren Leipziger Finswimming-Kollegen Justus Mörstedt (20) und Sidney Zeuner (24). Mit den beiden sowie Robert Golenia vom TC Nemo Plauen gewann Poschart sowohl Staffel-Silber (4x100m) und Bronze (4x200m). „Für die Jungs hat es mich sehr gefreut und ist für sie Ansporn und Motivation zugleich für die kommende Zeit.“

Komplettiert wurde das gute Leipziger Mannschaftsergebnis von Platz 4 (Max Poschart | 200m FS), Platz 5 (Justus Mörstedt | 400m Streckentauchen) und Platz 7 (Duncan Gaida | 1.500m & 4x200m-Staffel Frauen). Dabei freute die Finswimmer um Max Poschart vor allem, dass sie ihrem Heimtrainer und ehemaligen Bundestrainer Lutz Riemann, der auf eigene Kosten mit zur WM geflogen war, so starke Ergebnisse präsentieren konnten. „Es bedeutet uns viel, dass wir vor Lutz‘ diese Leistungen abrufen und ihm damit zeigen konnten, wie wertvoll seine ehrenamtliche Arbeit als Trainer ist“, so Max Poschart.

Erfolgstrainer Riemann schätzte die WM und die Leistungen seiner Schützlinge abschließend wie folgt ein: „Ich war sehr beeindruckt von dieser Weltmeisterschaft und der Organisation der russischen Föderation, den vielen Medaillen unserer Sportlerinnen und Sportler, dem positiven Spirit zwischen ihnen und ihrem schier endlosen Kampfgeist. Es gab sehr, sehr starke Leistungen von unseren Routiniers Max und Elena Poschart. Unsere jüngeren Sportler haben sich doch noch etwas von der sehr großen Bühne und Show um unseren Sport beeindrucken lassen und konnten ihre Leistungen auf den Einzelstrecken nicht wie gewohnt abrufen. Aber in den Staffeln haben sie wieder bewiesen, was sie können und sind mit gewohnt starken Leistungen und Teamgeist zusammen mit den Routiniers auf das Siegerpodest geschwommen.“
 
Die WM in Tomsk war gleichzeitig auch die einzige Qualifikationsmöglichkeit für die World Games 2022 – die internationalen Spiele für die nicht-olympischen Sportarten. Tickets dafür aus SC DHfK-Sicht haben sich Max Poschart (100m FS, 200m FS, 50m Apnoe) sowie die deutsche Männer- und Frauen-Staffel über 4x100m und 4x50m Finswimming gesichert.